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Die Vielfalt der portugiesischen Weine

Wenn es um den Ausbau charaktervoller, eigenständiger Weine geht, blickt Portugal auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück.

Seit 4.000 Jahren haben sich Generationen sukzessive dem Weinbau verschrieben, die Weinherstellung verfeinert und rund 250 autochthone Rebsorten selektiert, die nur in Portugal heimisch sind. Die Vielfalt von Wein aus Portugal ist weltweit einzigartig. Portugal wird gerne als die „Neue Welt der Alten Welt“ bezeichnet, weil es das Beste aus beiden Welten kombiniert: Dynamische, teilweise noch sehr junge Weinmacher mit modernster Ausbildung und neuen Ideen sind sich auch der gewachsenen Identität und traditionellen Weinbaumethoden bewusst. So setzt die neue Generation auf Frucht, wo früher mehr das Rustikale dominierte. Das Engagement der portugiesischen Weinmacher spiegelt sich in ihren Weinen wider. Inspiriert von Geschichte, Wissenschaft und Kunst haben portugiesische Weine eine starke Persönlichkeit, einen unverwechselbaren Geschmack und bieten hervorragende Qualität, die immer mehr auch internationale Anerkennung nach sich zieht.

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Die Vielfalt der portugiesischen Weine

Wenn es um den Ausbau charaktervoller, eigenständiger Weine geht, blickt Portugal auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück.

Seit 4.000 Jahren haben sich Generationen sukzessive dem Weinbau verschrieben, die Weinherstellung verfeinert und rund 250 autochthone Rebsorten selektiert, die nur in Portugal heimisch sind. Die Vielfalt von Wein aus Portugal ist weltweit einzigartig. Portugal wird gerne als die „Neue Welt der Alten Welt“ bezeichnet, weil es das Beste aus beiden Welten kombiniert: Dynamische, teilweise noch sehr junge Weinmacher mit modernster Ausbildung und neuen Ideen sind sich auch der gewachsenen Identität und traditionellen Weinbaumethoden bewusst. So setzt die neue Generation auf Frucht, wo früher mehr das Rustikale dominierte. Das Engagement der portugiesischen Weinmacher spiegelt sich in ihren Weinen wider. Inspiriert von Geschichte, Wissenschaft und Kunst haben portugiesische Weine eine starke Persönlichkeit, einen unverwechselbaren Geschmack und bieten hervorragende Qualität, die immer mehr auch internationale Anerkennung nach sich zieht.

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Wissenswertes über das Weinland Portugal

Will man alles, was es über das Weinland Portugal zu erzählen gibt, in einem Satz zusammenfassen, dann wäre es vermutlich dieser: Portugal ist ein kleines Land mit großen Weinen. Damit ist das Wichtigste bereits gesagt.

Portugiesische Weine sind frisch und elegant


Längst vergessen ist die Zeit, in der portugiesische Weine im Weinregal in der zweiten Reihe standen. Portugals Winzer haben nicht nur Boden gut gemacht, sie haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Portugal wird heute gerne als die „Neue Welt der Alten Welt“ bezeichnet, weil die Winzer das Beste aus beiden Welten kombinieren. Ein neues Qualitätsbewusstsein und moderne Technik gepaart mit traditionellen Methoden haben den portugiesischen Weinanbau geradezu revolutioniert. Eine neue Generation dynamischer und teilweise sehr junger Weinmacher mit modernster Ausbildung und neuen Ideen, hat das Ruder übernommen.


Portugiesischer Wein steht für überraschende Frische und Eleganz


Die neuen Weinproduzenten sind sich der gewachsenen Identität des portugiesischen Weines und der traditionellen Weinbaumethoden bewusst und setzen auf Frucht, starken Körper, unverwechselbaren Geschmack und hervorragende Qualität. So kennt man in Europa aus dem Land im äußersten Westen des Kontinents mittlerweile nicht nur die Klassiker Portwein und Madeira. Heute ist Portugal auch für seine außergewöhnlichen Weißweine, Rotweine, Schaumweine oder Rosés bekannt. Portugiesische Weine überzeugen mit überraschender Frische, aber auch Eleganz. Und sie sind ein Genuss, den sich jeder Weinfreund leisten kann.


Jahrtausende alte Weinbautradition


Eine Jahrtausende alte Weinbautradition - das schreiben sich viele Weinbauregionen auf ihre Fahnen, in Portugal ist es aber tatsächlich so. Der portugiesische Weinbau ist weit in der Zeit zurückzuverfolgen. Schon in der Mythologie heißt es, Lusus, der Gefährte des Weingottes Bacchus (griechisch Dionysos) habe Pate gestanden für den Namen der römischen Provinz Lusitanien, die relativ identisch mit dem heutigen Portugal ist. Der Name der mythologischen Gestalt weißt darauf hin, dass man Weinanbau zu dieser Zeit schon kannte. Einmal abgesehen von der Mythologie gilt auch die alte europäische Wahrheit: Wo Phönizier, Griechen oder Römer siedelten, gab es auch Weinbau. Er galt als eine „zivilisatorische Pflichtübung“. Es ist auch bekannt, dass in der Tejo- und Douro-Region sowie im Süden Portugals bereits in vorchristlicher Zeit Wein sehr geschätzt wurde.

Professioneller Weinanbau in Portugal im 12. Jahrhundert


Sicher gilt, dass Phönizier, Griechen und Römer die ersten Reben und damit den Weinbau nach Portugal brachten. Ab dem 12. Jahrhundert beeinflussten vor allem Klöster die Weinherstellung. Allein der Zisterzienser-Orden baute 18 Klöster in Portugal brachte dabei sein gesammeltes Weinwissen mit und widmete sich nachhaltig dem Weinproduktion. Auch König Dom Dinis (zu Deutsch „König Dionysius“), der sechste König von Portugal war ein Freund der Landwirtschaft und des Weinbaus, was ihm auch den Namen „Bauernkönig“ einbrachte. Er schaffte es, die Landwirtschaft so gut aufzustellen, dass er mit den Erträgen daraus eine Handelsflotte aufbauen konnte. Es ist der Wohlstand dieser Epoche, der die Grundlage für die großen Erfolge Portugals als See- und Handelsmacht unter dem berühmten Heinrich dem Seefahrer (1394–1460) legt.


Florierender Weinhandel mit Großbritannien


Weitere Fixpunkte in der portugiesischen Weinbautradition sind 1385 die Schlacht von Aljubarrota/ Alcobaça und der Vertrag von Windsor. Nach diesen geschichtlichen Ereignissen begann ein florierender Weinhandel mit Großbritannien. Dass die englischen Weinhändler den portugiesischen Rotwein als Alternative zu den französischen entdeckten, lag aber auch an den hohen Zöllen, die William III auf den Rotwein aus Frankreich erheben ließ.

Madeira-Weine werden zum Exportschlager


Großen Einfluss auf die Weinbaugeschichte Portugals hatte Heinrich der Seefahrer. Er entdeckte die Insel Madeira wieder und ließ dort Muskateller und Malvasia-Trauben anpflanzen. Damit war die Grundlage gelegt für die heute weltberühmten Dessertweine aus Madeira. Auch der Portwein entwickelte sich damals zum Exportschlager.

Bezeichnend für die Wichtigkeit des Weinanbaus in Portugal ist auch, dass dort 1756 das Weinanbaugebiet für Portwein per Gesetz begrenzt wurde und zwar auf das Gebiet Alto Douro und Douro. Ein solches Gesetz war damals weltweit einmalig. Die Zerstörung der Anbaugebiete durch Mehltau und Reblaus warf die Weinproduktion zunächst noch einmal zurück, bevor sich 1930 in Portugal zahlreiche Winzergenossenschaften gründeten, die bis heute eine wichtige Rolle in der Weinlandschaft Portugals spielen. Auch die Öffnung Portugals zur EU trug zur Renaissance der portugiesische Weinbaukultur bei.

Portugiesischer Rotwein aus dem Landesinneren


Der Weinanbau in Portugal heute ist von Gegensätzen geprägt: Im Landesinneren werden schwere, tanninreiche Rotweine und Portwein angebaut, im kühlen atlantischen Klima des Nordens wie der Vinho Verde werden mehr leichte Weine produziert. Die Rebfläche ist mit fast 240.000 Hektar flächenmäßig die siebtgrößte der Welt. Portugal produziert etwa 7 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr und liegt damit in der weltweiten Rangliste knapp hinter Deutschland auf Rang 11 der Weinbauländer.

26 portugiesische Weinbaugebiete und heimische Besonderheiten


In fünf Weinbauzonen mit über 40 Qualitätswein-Anbaugebieten ist Portugal heute eingeteilt. 26 Weinbaugebiete haben dabei den höchsten, den sogenannten DOC-Status (Denominação de Origem Controlada), was dem spanischen DO oder  dem französischen AOC-System entspricht. Das Besondere an Portuals Weinen aber ist, dass sie hauptsächlich aus heimischen, so genannten  autochthonen Rebsorten hergestellt werden.
Mit dem Colares gibt es in Portugal auch einen überaus seltenen Wein, der noch mit wurzelechten europäischen Reben im Sand nördlich von Sintra in Colares nahe der Atlantikküste angebaut wird. Die Reblaus, die fast alle anderen europäischen Reben im 19. Jahrhundert zerstört hat, konnte im Sand nicht überleben.


Heimische Rebsorten und wurzelechte Raritäten


Rund 500 autochthone Rebsorten, sogenannte Castas, gibt es in Portugal. Das sind Rebsorten, die nur hier gedeihen. Diese Vielfalt ist der Vielfalt der klimatischen, geologischen und topografischen Bedingungen in Portugal zu verdanken. Und diese Vielfalt, die mitunter auch in einem Weingarten zu finden ist, macht die enorme Stärke des portugiesischen Weinbaus aus.Tatsächlich zur Weinproduktion zugelassen sind ungefähr 341 Sorten. Die wichtigsten Rotweinsorten sind Alfrocheiro, Tinta Roriz, Baga, Touriga Francesca, Aragonez/Tinta Roriz, Castelão, Alicante Bouschet, Trincadeira, Verdelho und Touriga Nacional. Die wichtigsten Weißweinsorten heißen Alvarinho, Arinto, Encruzado und Maria Gomes. Darüber hinaus setzen portugiesische Winzer auch auf französische Rebsorten, die helfen, den internationalen Weingeschmack zu treffen.


Portugiesisch für Weinfreunde

Portugiesicher Rotwein ist grundsätzlich in folgende Klassen eingeteilt:

Garrafeira:lange gereifter, hochwertiger Wein
Quinta: Weingut, Landgut
Vinho Branco: Weißwein
Vinho Maduro: gereifter Wein
Vinho Regional: Wein einer bestimmten Weinregion, entspricht IGP
Vinho Tinto Rotwein
Vinho Verde:Junger weißer, roter und Roséwein


Douro - Erste offizielle Appellation Europas

Das Weinland Portugal ist in unterschiediche Weinregionen unterteilt. Als „Erfinder“ der ersten offiziellen Weinregion (Appellation) Europas gilt der Marquês de Pombal. Im Jahr 1756 ließ er die Grenzen des Anbaugebiets am Douro genau abstecken und offiziell mit Grenzsteinen markieren. Das sollte die Qualität der „Fortified Wines“ von dort garantieren. Und tatsächlich: Port und Madeira aus dem Douro kommen in England so gut an, dass sie die Stillweine verdrängen.
Das Anbaugebiet am Douro zählt heute zu den international bekanntesten, besonders wegen seiner vorzüglichen Rotweine. Es war Ende der 1970er Jahre als Weingüter wie Ferreira und Niepoort den Schritt in die Welt der qualitativ hochwertigen Rotweine wagten.
An den steilen Hängen des Douro finden sich heute besonders die alten und traditionell gehaltenen Rebanlagen. Dort wird der „Gemischte Satz“ angebaut, also zum Beispiel die Rebsorten Tinta Roriz, Touriga Nacional und Castelão. Sie werden traditionell gemeinsam gepflegt, gelesen und verarbeitet. Die Cuvée wird quasi schon auf dem Feld „geboren“ und das macht die Rotweine vom Douro so vielfältig. Um sich weiterzuentwickeln kultivieren die portugiesishen Winzer heimische Rebsorten auch reinsortig und produzieren zum Beispiel einen schlanken, eher mineralischen Weißwein.


Portugals unterschiedliche Weinregionen

Im Nordwesten des Landes findet sich die Weinregion Rios do Minho. Zwischen den Flüssen Minho und Douro gelegen ist sie vor allem wegen ihrer Vinho Verde bekannt. Vinho Verde steht grundsätzlich für jungen Wein und nicht für eine Weinregion. Der weiße Vinho Verde hat eine grandiose Frische, ein leichtes Prickeln und nur leicht süß. Daher wird er auch gerne als Sommerwein bezeichnet. Weißer Vinho Verde wird meist aus mehreren Rebsorten hergestellt: aus  Arinto-, Alvarinho-, Azal- oder Loureiro-Trauben. Vereinzelt gibt es auch rote und roséfarbene Vinhos Verdes.


Weine aus dem Trasmontano – Kräftige und aromatisch


Die Weinregion Transmontano liegt abgeschirmt hinter Bergen an der Atlantikküste. Dort ist es heiß und trocken und der flach aufliegende Granit macht den Weinbau mühselig. Das Klima begünstigt Trauben für eher kräftige und aromatische Weine. Bekannte Rebsorten der Region sind die roten Bastardo, Trincadeira Preta, Tinta Roriz, Touriga Franca und Touriga Nacional. Bei den weißen sind es Malvasia Fina/Assario Branco, Fernão Pires und Godelho.

Terras de Cister – Hochburg des Schaumweins


Südliche des Douro liegt die kleine Weinregion Terras de Cister. Hier bauten die Zisterzienser den erste Wein an. Die Region zeichnet sich durch ein ganz eigenes Klima aus mit sehr kühlen Nächten. Die Trauben reifen deshalb später, stehen aber dann für elegante und komplexe Rot- und Weißweine. Ihre ausgesprochene Säure macht sie außerdem zu hervorragenden Grundweinen für portugiesischen Schaumwein. So kommen aus der Terras de Cister mit die besten Schaumweine des Landes. Weil  Schaumwein in der Region schon immer beliebt waren, pflanzten Winzer bereits vor über 100 Jahren französische Rebsorten wie Chardonnay und Pinot Noir an. Weiter werden hier die weißen Sorten Malvasia Fina, Godelho und Cerceral angebaut, sowie rote Rebsorten wie Tempranillo/Aragonez, Touriga Nacional und Touriga Franca.

Weine aus dem Dão sind ein Geheimtipp


Die Weinregion Dão liegt umgeben von Bergzügen mitten in Portugal. Wegen ihrer Lage ist sie  vom Einfluss des Atlantiks und auch vom kontinentalen Klima abgeschirmt, hat sie ein ganz eigenes Mikroklima. Die Sommer sind trocken und warm, die Winter sehr kalt. Schon im Spätsommer kühlt es in den Nächten deutlich ab, was die Trauben, die auf Höhen zwischen 400 und 500 Metern auf Granit- und Schieferböden stehen, später reifen lässt.
Aus dem Dão kommen elegante Rotweine mit Struktur und komplexen Aromen. Die aromatisch feine Weißweine werden vorwiegend aus den Rebsorten Encruzado, Vercial und Malvasia gekeltert. Bei den Rotweinen herrschen die Rebsorten Touriga Nacional, Alfrocheiro und Aragones. Weine aus der Sorte Jaen, die in Spanien als Mencía bekannt ist, aus dem Dão gelten wegen ihrer Eleganz und Komplexität als Geheimtipp.

Beira Interior – eine Region reich an Rebsorten


Südöstlich des Dão, an der Grenze zu Spanien, liegt mit Beira Interior ein komplett abgelegenes Weinanbaugebiet. Hier auf den höchsten Berge gibt es im Winter auch schon mal Schnee. Durch das kühlere Klima ist die Saison kürzer, was sich im Rotweinen als kräftige Frucht widerspiegelt und auch für kräftige Tannine sorgt. Diese Weine brauchen eine längere Reifezeit, überzeugen dann aber durch einen schlanken Körper und feine Mineralität. Es sind wahre Kostbarkeiten, die hier im Dão entstehen. Die Region ist reich an eigenen Rebsorten und an seit Jahrhunderten verwendeten Hefen. Murufo, Bastardo, Alfrocheiro, Trincadeira und Touriga Nacional sind die vorherrschenden roten Rebsorten, bei den weißen dominieren Siria, Arinto und Malvasia.
 
 
Beira Atlântico: Heimat des Baga

In der kleinen Weinregion Beira Atlântico sehen internationale Kritiker den zukünftigen Hotspot des Weinanbaus. Hier werden reinrebsortige Rotweine aus dem Baga-Traube hergestellt. Der klassische Baga ist ein dichter, tanninreicher Wein mit viel Säure, der sich nach einer Reifezeit von 10 bis 20 Jahren in einen eleganten, sehr strukturierten Rotwein verwandelt, der an einen Pinot Noir erinnert. Die gute Säurestruktur des Baga kommt auch den Rose-Schaumweinen zugute, die von hier stammen.

Lisboa – Weinvielfalt auf kleinstem Raum


Südlich von Beira Atlântico liegt die Weinregion Lisboa. Der schmale Landstreifen des Anbaugebietes reicht bis vor die Tore der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Die Weinregion ist sehr vielfältig. Bei Colares gibt es noch einen Weinberg mit wurzelechten Rebbeständen aus Europa, die in den sandigen Böden die Reblaus überdauert haben. Aus ihren Trauben werden Weine mit Geheimtipp-Faktor ausgebaut. Die Gegend ist auch bekannt für Schaum- und Weißweine, die aus der weißen Rebsorte Arinto hergestellt werden. Ihr Markenzeichen ist ein besonders frischer, mineralischer und trockener Körper, der den Wein zu einem tollen Begeiter zum Essen macht. Aber auch Touriga Nacional und Touriga Franca haben hier ihr Zuhause.
Im Anbaugebiet Lisboa finden sich inzwischen aber auch bekannte Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Syrah oder die französischen Sorten Alenquer, Torres Vedras und Óbidos. In den Gebieten, die zum Atlantik hin ausgerichtet sind, wachsen Reben aus denen leichte Weine mit geringem Alkoholgehalt, so genannte Vinho Leve und Rotweine mit weniger Frucht, aber mehr Würze entstehen.Die Gebieten, in denen der Wind des Atlantiks fehlt, aber ein kühles Klima herrscht, bieten beste Voraussetzungen für aromatische Weißweine aus Fernão Pires.  Auch leichte und frische Rotweine werden hier ausgebaut.

Besondere Cuvées aus dem Gebiet Tejo


Die Weinregion Tejo schlängelt sich im Landesinneren entlang des gleichnamigen Flusses. Im Tal sind die Böden sandige Böden, in den höheren Lagen findet sich Lehm, Kalkstein oder Schiefer. Hier entstehen neue Weingärten. Neben den einheimischen Rebsorten finden sich in der Weinregion auch Cabernet Sauvignon, Syrah, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Als Geheimtipp gelten die rote und weiße Cuvée, in der autochthone und französische Rebsorten zusammengeführt werden.

Alentejo – Weine mit voller Frucht


Unterhalb des Tejo erstreckt sich die Region Alentejo, die von Weizenfeldern, Olivenhainen und Sonnenblumenfeldern geprägt ist. Dort wachsen auch die Korkeichen, die das Alentejo bis heute zur führenden Kork-Region machen. Die gesamte Region ist im Aufbruch. Private Weingüter wie  auch Winzergenossenschaften haben in Kellertechnik und neue Rebanlagen investiert. Die roten Weine aus dem Alentejo sind vor allem Cuvées aus den heimischen Rebsorten Aragones, Alicante Bouschet, Castelão und Trincadeira. Sie zeichnen sich durch einen vollen Körper und viel Frucht aus und durch eine ausgewogene Säure-Süß-Balance. Die weißen Weine werden aus Arinto, Fernão Pires und Antão Vaz Trauben gekeltert. Ob weiß oder rot - Trinkspaß zu einem ausgezeichneten Preis-Genuss-Verhältnis ist garantiert.


Feine Likörweine aus Setúbal


Südlich von Lissabon befindet sich die Weinregion Peninsula de Setúbal. Von dort kommt der Likörwein Moscatel, der international bekannt ist. Diese Weine weisen eine großzügige Süße auf und haben einen Alkoholgehalt von mindestens 18 Volumenprozent. Sie müssen mindestens 18 Monate im Fass reifen. Für die Rotweine aus der Region Setúbal wird vor allem die Rebe Castelão eingesetzt, genauer gesagt, müssen sich mindestens 67 Prozent dieser Rebsorte in der Cuvée wiederfinden. Die restlichen 33 Prozent stammen entweder von autochthonen Rebsorten wie Aragones und Trincadeira oder auch Syrah oder Cabernet Sauvignon. Auf den sandigen Böden entstehen fruchtbetonte Weine und reifen Tanninen, die mit zunehmendem Alter deutlich komplexer werden.

Frische Weißweine von der Algarve


An der Algarve, der Küstenregion am Atlantik, ganz im Süden Portugals, liegen die vier Anbaugebiete Lagoa, Lagos, Portimão und Tavira. Durch die Nähe des Atlantik sind die Nächte kühl, der Boden vom Wind eher trocken. In der Region findet sich eine eigene einzigartige Rebsorte mit Namen „Negra Mole“. Sie ist die im 20. Jahrhundert am meisten gepflanzte Sorte der Südküste und die neue Generation von Erzeugern und Önologen hat die zu den ältesten Rebsorten des Landes zählende Rebe für sich wiederentdeckt. Weiter wachsen an der Algarve andere nationale und internationale Rebsorten, aus denen Rotwein, Rosé und Weißwein produziert werden. Die Region ist besonders bekannt für ihren frischen, leichten und fruchtigen Weißwein.

Besondere Weine von der Insel Madeira und den Azoren


Im Atlantik auf der Blumeninsel Madeira und auf den Azoren und dem Eiland Pico werden besondere Weine produziert. Der weltweit berühmte Madeira zählt als Likörwein zählt zu den Besten seiner Art. Weißweine von der Insel Pico, die zu den Azoren gehört, sind vielleicht noch nicht so bekannt, aber dafür ein Geheimtipp. In Anlagen umgeben von Steinmauern wird mit einem ungeheuren Aufwand die Rebsorte Godelho kultiviert. Sie ist ein Aromenwunder und besticht durch Noten von weißen Früchten, Stein und Rauch, die dem vulkanischen Boden der Insel geschuldet sind. Das Atlantikwetter bringt eine leichte Salzigkeit in den Wein.

 

Zum besseren Verständnis der portugiesischen Weinsprache haben wir hier ein paar spezifische Weinausdrücke für Sie zusammengestellt.

Adega    Kellerei, im Portugiesischen auch Weingut und Genossenschaft
Ano    Jahr(gang)
Beneficio    portug. Wohltat, Begriff aus der Portweinherstellung, für die Zugabe von Branntwein zum gärenden Most, das sogenannte Aufspriten. Durch den Zusatz von Alkohol werrden bereits nach zwei-dreitägiger Gärzeit die Hefen abgetötet und damit der Gärprozess gestoppt.
Branco    Weiß(wein)
Bruto    brut (trocken für Schaumweine)
Casa    Haus
Caves    Kellerei, Keller
Casta    Rebsorte (casta seleccionada- ausgewählte Rebsorte)
Cepa    Rebstock
Colheita    Weinlese
Cooperativa    Genossenschaftlicher Zusammenschluss von Weinbauern
DOC / DOP    Denominaçao de Origem Controlada/ Protegida: kontrollierte Ursprungsbezeichnung = höchste Weinklassifizierung Das Weinland Portugal gliedert sich in 33 Qualitätsweingebiete , VQPRD. Wie in Frankreich(AOC), in Italien (DOC) und in Spanien (DO) weden diese Gebiete in zwei verschiedene Qualitätskategorien unterschieden. Als höchste Kategorie gilt die DOC, die übrigen Gebiete sind als VR (Vinho Regional) ausgewiesen. Für DOC Weine sind die Rebsorten, der maximale Hektarertrag und zum Teil auch die Produktionsmethoden, sowie die Mindestausbauzeit vorgeschrieben.
Doce    süß
Engarrafado    Flaschenabfüllung
Escolha    Wahl, Auswahl, Auszeichnung, die von einigen regionalen Kommissionen für besonders gute Weine verliehen wird. Als Steigerung wird auch die Bezeichnung Grand Escolha verwendet
Espumante    Schaumwein
Estágio    Reifung
Estufa    Estufagem heißt wörtlich Gewächshaus, Methode zur künstlichen beschleunigten Alterung von Madeira Weinen, angewandt in zwei Varianten. Erste erfolgt hauptsächlich für Großmengen über Heizschlangen, die sich in 20000 bis 50000 Liter fassenden Edelstahltanks befinden. Über drei Monate wird der Wein hier auf 40-50°C temperiert. Die zweite schonendere Variante ist die Lagerung in künstlich beheizten Räumen. Bei Temperaturen zwischen 30-40°C lagern die kleinen 600 Liter Fässer, die sogenannten Lodge Pipes, bis zu einem Jahr.
Garrafa    Flasche
Garrafeira    Bezeichnung für Reifegrad: mindestens zwei Jahre Fassreifung und ein Jahr auf der Flasche
IGP    Indicaçao Geográfica Protegida (auch Vinho Regional): Qualitätsstufe für Landweine einer bestimmten Region
IVV    Für den Weinbau in Portugal zuständige Behörde, die auch die Herkunftssiegel mit fortlaufender Nummerierung vergibt
Lagar    traditionelles Press- und Gärverfahren im flachen Bottich, aus Granit, Marmor oder Stahl, worin die Trauben mit Füßen zerstampft werden; heutzutage auch mit Maschinen, die das Fußtreten imitieren
Levada    künstlicher Bewässerungskanal auf Madeira
Licoroso    Likör-, Dessertwein
Meio Seco    halbtrocken (medium dry)
Patamares    Künstlich angelegte Terrassen im Douro Gebiet, die sich auf Schiferbänke stützen. Das Gefälle begünstigt die Sonneneinstrahlung und damit die Reife der Rebstöcke.
Periquitta    Wörtlich „Sittich“, Bezeichnung für die Rebsorte Castelao
Pipa    Bezeichnung für ein großes Fass mit kegelig zulaufenden Enden. Die Pipa ist die traditionelle Maßeinheit für Portwein und Madeira und andere portugiesische Weine.
Pisar a pé    portugiesisch: mit den  Füssen treten. Traditionelle Art, das Lesegut in Lagares mit den Füssen zu zerstampfen. Bei dieser Methode bleiben die Kerne und Stiele ganz, wodurch wenig Gerbstoffe in den Most übergehen.
Quinta    Weingut
Reserva    Bezeichnung für portugiesische Weine aus besseren Jahrgängen, regional unterschiedliche Anforderungen
Seco    trocken
Tinto    Rot(wein)
Talha Romana    800 bis 1200 Liter fassende Terracotta Ampohore, die schon zu Zeiten der Römer verwendet wurde und bis heute im portugiesischen Weinbau verwendet wird.
Velho    portugiesisch: alt
Verde    grün, im Kontext mit Vinho Verde gleichbedeutend mit jung
Vinha    Weinberg
Vinho    Wein
VR Vinho Regional    siehe IGP( Erfüllen Weine- ob aus formalen oder anderen Gründen- die Vorgaben der Appellationsbestimmungen nicht, können sie unter bestimmten Vorraussetzungen als Vinho Regional klassifiziert werden. Diese Qualitätskategorie entsprichtder französischen Vin de Pays. Damit ist über die Qualität zunächst nichts gesagt. Die Bezeichnung wird auch gerne genutzt, wenn hochwertige (und teure) Weine die Vorgaben der DOC Bestimmungen nicht erfüllen. Die teilweise geografischen Übereinstimmungen der Vinhos Regional mit den DOC Gebieten könne anfangs verwirren. Doch die Anforderungen an diese Weinkategorie unterscheiden sich von den anderen Qualitätsstufen. Viele Spitzenweine Portugals sind als Vinho Regional klassifiziert, oft weil Rebsorten verwendet wurden, die für DOC nicht oder nicht in dieser Kombination zugelassen sind.



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